Evaluation und Weiterentwicklung des Fachinformationssystems Boden (FIS Boden) des Landes Baden-Württemberg

Grundlage eines vorsorgenden Bodenschutzes sind Informationen aus einem Monitoring des Bodenzustandes in einer zeitlichen Entwicklung. Mit dem Instrument einer systematischen Erfassung bodenbezogener Daten können Aufgaben gelöst werden, die der Erfassung, Darstellung und Bewertung von Bodenfunktionen, zum Bodenzustand, zur Bodenbelastung und zu Aus- und Einträgen von Stoffen dienen.

Das Fachinformationssystem Boden (FIS Boden) bildet die zentrale Datenbasis für Informationen über Stoffgehalte in den Böden von Baden-Württemberg. Als Auskunftsystem, in dem Daten und Untersuchungsmethoden zur Verfügung gestellt werden, ist es die Basis in der Ableitung fachlicher Entscheidungen und bei der Dokumentation und Bearbeitung von Fragen zur stofflichen Belastung von Böden.

Die im FIS Boden erfassten Daten sind einer Vielzahl von Untersuchungsprojekten der LUBW, der Regierungspräsidien und der Bodenschutzfachbehörden auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise (UVBen) zuzuordnen. Baden-Württemberg verfügt mit der Erfassung von Daten zu potenziellen Bodenbelastungen im Rahmen eines landesweiten Bodenmonitoring über einen Datenpool aus über 30 Jahren Bodendauerbeobachtung.

Damit stellt das FIS Bo eine umfangreiche und systematische Datensammlung über die stoffliche Belastung der Böden in Baden-Württemberg dar. Weitere Datenbestände über Bodeneigenschaften liegen beim LGRB aus den Untersuchungen im Rahmen der landesweiten bodenkundlichen Kartierungskampagnen vor.  Entsprechend der Anforderungen an ein modernes Informationssystem ist es im FIS Boden neben einer reinen Daten-Erfassung und Verwaltung von zunehmender Bedeutung, die vorliegenden Belastungsdaten entsprechend definierter Abfrageselektionen gezielt auszuwählen und auf verschiedene Fragestellungen hin zu analysieren.

Daten aus dem Basis-Messnetz der Bodendauerbeobachtung, die mit ihren 33 Messtellen zum Monitoring-Programm der EU zu zählen sind, werden über die Entwicklung geeigneter Schnittstellen zum bBIS der UBA für eine regelmässige Übertragung im Rahmen der Berichtspflichten gegenüber dem Bund und der EU vorbereitet. Zudem erhalten zunehmend rechtlich fundierte Ansprüche an eine Transparenz umweltbezogener Daten an Profil.

Die Bereitstellung bodenbezogener Belastungsdaten aus dieser Fachdatenbank für die Öffentlichkeit über das Internet stellt einen entscheidenenden Meilenstein in diesem Kontext dar.

 

           

 

Screens aus dem UIS Baden-Württemberg: Haupteingabemaske des Fachinformationssystems Boden (FIS Bo) mit Standortdaten und Horizontcharakteristik (linke Abb.). Anbindung an das geographische Informationssystem GISterm mit der Möglichkeit der Visualisierung des Standorts und Unterlegung thematischer Karten (UIS-Berichtssystem Baden-Württemberg, rechte Abb).


 

 

 

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