Grundwasserschutz


Die International Water Association (IWA), ein Netzwerk von Experten im Wassersektor, bezeichnet mit dem Statement "Change creates pressing Challenges" die drei zentralen Herausforderungen dieses Jahrhunderts: Globales Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Entwicklung und Klimawandel. Und deren Konsequenzen für den Schutz und die Verteilung von Wasser unter den Bedingungen eines in einzelnen Regionen weiter steigenden Bedarfs dieser Ressource.

Wasser hat eine zentrale Bedeutung für das Leben auf der Erde. Die Gesundheit, die Nahrungs- und Energieversorgung und die Umwelt sind auf einen sorgsamen Umgang mit dieser Ressource angewiesen. Ohne ein intelligentes Management und eine gerechte Verteilung der Ressource Wasser ist die globale Gemeinschaft nicht in der Lage sich nachhaltig weiterzuentwickeln.

Grundwasser ist Teil des hydrologischen Kreislaufs. Die Grundwasserneubildung in Deutschland beträgt durchschnittlich 135 Liter pro Quadratmeter. Damit ist Grundwasser neben Oberflächenwasser ein sich permanent regenerierendes Reservoir des wichtigsten Lebensmittels: Trinkwasser.

Wasserknappheit stellt in Deutschland die Ausnahme dar. In Baden-Württemberg zählen aufgrund ihrer natürlichen Voraussetzungen die Schwäbische Alb und die Hohenlohe zu den wasserarmen Regionen. Aber auch der mittlere Neckarraum mit der Metropole Stuttgart kann sich nicht allein aus seinen regionalen Grundwasservorkommen versorgen. Mit der Fernwasserversorgung aus dem Bodensee wurde hier vor vielen Jahren eine Lösung gefunden, die wegen der erfolgreichen Zusammenarbeit der drei Anliegerstaaten Östereich, Schweiz und Deutschland im Gewässerschutz tragfähig ist.

Seit 2000 ist die Wasserrahmenrichtlinie in der EU richtungsweisend für den Gewässerschutz. Zielkorridor ist ein "guter Zustand" von Oberflächenwasser und Grundwasser bis 2015. Grundwasserschutz hat in Deutschland besonders in den Gebieten eine grosse Bedeutung, wo aufgrund unterschiedlicher Nutzungsansprüche Konfliktpotenziale bestehen. Aktuell erreichen etwa 96 Prozent der Grundwasserkörper in Deutschland einen guten mengenmäßigen Zustand. Ein guter qualitativer Zustand wird in ca. 63 Prozent  der Grundwasserkörper erreicht. Die in 2010 etablierte Grundwasserverordnung (GrwV) stellt Kriterien für die Beschreibung, Beurteilung, Einstufung und Überwachung des Grundwassers auf. Zentrales Ziel ist es, eine  Verschlechterung des Grundwasserzustands zu verhindern.

 

Unsere Beratungsangebote

 

  •  Trinkwasserschutzgebiete: Entwicklung von Grundwassermodellen zur Etablierung von Einzugsgebieten und Schutzzonen

  •  Grundwassermonitoring: Planung und Konzeption von Überwachungssystemen im Grundwasserschutz

  •  Schadstofftransportmodellierungen: Analyse und Evaluation komplexer Grundwasserschadensszenarien

 

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